Was wir in Griechenland anders kennengelernt haben
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Wenn man in Deutschland an Griechenland denkt, sind die Bilder ziemlich klar: Olivenöl, Ouzo, vielleicht noch ein bisschen Honig. Sommer, Sonne, Meer.
Und genau so sieht oft auch das Angebot aus, wenn man in Deutschland nach griechischen Produkten sucht.
Was tatsächlich vor Ort passiert
Als wir angefangen haben, mehr Zeit in Griechenland zu verbringen, haben wir gemerkt, wie klein dieser Ausschnitt eigentlich ist.
Denn vieles von dem, was man hier mit Griechenland verbindet, spielt dort im Alltag gar nicht die große Rolle.
Und gleichzeitig gibt es Produkte, die dort ganz selbstverständlich sind – über die hier kaum jemand spricht.
Nicht, weil sie besonders inszeniert werden.
Sondern einfach, weil sie Teil des Alltags sind.
Der Anfang: kein Sortiment, sondern eine Farm
Am Anfang stand bei uns kein Sortiment.
Sondern ein Stück Land in Nordgriechenland. Und Granatäpfel.
Die KOKKINO Farm war der Ausgangspunkt – nicht die Idee, einen Shop aufzubauen.
Mit der Zeit haben wir angefangen, uns genauer anzuschauen, was dort eigentlich wirklich verwendet wird. Nicht, weil wir etwas verkaufen wollten, sondern weil wir vor Ort waren.
Dinge, die man so nicht kennt
Dabei sind uns Produkte begegnet, die wir so nicht erwartet hätten.
Zum Beispiel Paprika, die nicht scharf ist, sondern mild und fast süß – wie die Florina Paprika, die dort ganz selbstverständlich getrocknet wird und Gerichten eine völlig andere Richtung gibt.
Oder Zitrone – nicht frisch geschnitten, sondern als Pulver.
Nicht nur aus der Schale, sondern aus der ganzen Frucht. Intensiv, haltbar und sofort einsetzbar, ohne dass etwas verloren geht.
Auch Tomaten haben dort eine andere Rolle.
Nicht als wässrige Standardzutat aus dem Gewächshaus, sondern als Frucht, die in der Sonne gereift ist. Getrocknet oder weiterverarbeitet, so dass sie nicht nur ergänzt, sondern ein Gericht wirklich trägt.
Und natürlich der Granatapfel.
Nicht als austauschbarer Saft, sondern als Teil der Ernte, der Saison – und des Alltags.
Was uns dabei aufgefallen ist
Und je länger wir dort waren,
desto öfter haben wir uns gefragt,
warum man sowas in Deutschland kaum findet.
Viele dieser Dinge gibt es hier nicht in dieser Form.
Nicht, weil es sie nicht gibt.
Sondern weil sie auf dem Weg verändert werden.
Geschmack wird angepasst.
Produkte werden vereinheitlicht.
Und am Ende sieht vieles ähnlich aus – egal wo es ursprünglich herkommt.
Wie daraus ein Sortiment entstanden ist
Irgendwann haben wir angefangen, genau diese Produkte mitzunehmen.
Erst für uns. Dann für Freunde.
Und irgendwann kam immer wieder die gleiche Frage:
Warum bekommt man sowas hier eigentlich nicht?
So ist das Sortiment entstanden.
Nicht geplant.
Nicht auf Vollständigkeit ausgelegt.
Sondern eher als Erweiterung von dem,
was mit der Farm begonnen hat.
Was KOKKINO heute ist
Deshalb ist KOKKINO heute kein klassischer Shop.
Es geht nicht darum, möglichst viel anzubieten.
Sondern Dinge auszuwählen, die wir selbst genau so kennengelernt haben.
Produkte, die nicht erst angepasst werden mussten,
um irgendwo anders zu funktionieren.
Manche davon kennt man.
Aber nicht in dieser Form.
Andere kennt man hier gar nicht.
Und genau darum geht es.